Siegen, 06.06.2003

Mit heißer Nadel.....
Wider die Provinzialität bei der Theatergestaltung

Die Verwaltungsvorlage zur Umsetzung der Apollo-Pläne kam zu spät zur Bauausschuss-sitzung, aber vertagen mochten sich CDU + SPD nicht - es soll ja der ganz große Wurf werden. Ein Generalübernehmer (im Text auch schon mal liebevoll Projektentwickler genannt) soll aus den Kinowänden ein Theater stampfen, und zwar möglichst schnell und möglichst billig. Dabei möchte man sich der Pläne der Machbarkeitsstudie bedienen, ohne weitere Gestaltungs- und Ausbauvarianten zu prüfen, obwohl das Städtebauministerium und die Architektenkammer NRW dringend dazu raten. Minister Vesper betont, weil das Apollo eine überregionale städtebauliche Bedeutung habe, sei ein Gestaltungswettbewerb empfehlenswert.

Die Verwaltung argumentiert in ihrer Vorlage dagegen, man baue im Bestand und das äußere Erscheinungsbild werde nicht wesentlich verändert. Tatsächlich bleibt aber außer der Vorderfront und Teilen der Außenmauern nichts mehr an seinem Platz und die Ansichten zur Morleystraße und zur Sieg hin werden durch Anbauten komplett neu gestaltet.

Die Mehrkosten für einen in Gestaltung, Funktion und Kosten optimierten Entwurf, der durch einen Wettbewerb entstehen würde, betragen laut Vorlage 126 000 EUR. Im Sinne einer nachhaltigen Planung würde man für nicht einmal ein Prozent der Bausumme die Chance erhalten, alternative Lösungsansätze namhafter Architekten zu prüfen oder durch Ankäufe die vorhandene Planung zu optimieren. Dabei sind auch kostengünstigere Lösungsansätze nicht ausgeschlossen.
Für die großen Anstrengungen und die langfristigen finanziellen Belastungen der Stadt würde man dann wenigstens eine hochwertigeres Theater mit neuer Qualität erhalten, welches von sich aus mehr Besucher anlockt und womöglich manche Werbekosten einspart.

Der selbstauferlegte Geiz der Verwaltungsvorlage ist in diesem Falle nicht geil, sondern engstirnig und provinziell.

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